Zweite Hinterrheinbrücke Reichenau

Wo Vorder- und Hinterrhein zusammenfliessen ergänzt die zweite Hinterrheinbrücke für den zweispurigen Ausbau die bestehende, denkmalgeschützte Fachwerkbrücke. Um eine weniger auffällige und der Typologie der hier typischen «Tomahügel» besser entsprechende landschaftliche Einbettung zu erreichen, wurden rund 30'000 m3 Hang und eine acht Meter hohe Stützmauer abgebaut und durch eine Böschung ersetzt. Durch den ordnenden Eingriff wird die Infrastrukturanlage räumlich begrenzt und die Brücken besser zur Geltung gebracht. Dank Direktumlagerung der belebten Bodenschicht zeigte sich die Abbaustelle bereits nach wenigen Wochen begrünt. So fügt sich «Sora giuvna», die jüngere Schwester der historischen Hinterrheinbrücke elegant und landschaftsverträglich in das einmalige Umfeld ein und findet ihren Platz in der Familie bedeutender Brücken der Region.

Bauherr

RhB Rhätische Bahn AG, Chur

Projektdaten

Wettbewerb 2015 1.Preis
Projektierung 2016-2018
Realisierung 2017-2019

Architektur

Dissing+Weitling architecture as, Kopenhagen

Bauingenieur

WaltGalmarini AG Zürich
Cowi London

Fachplaner

Donatsch + Partner AG, Landquart
Umwelt Boden Bau, Nina von Albertini, Paspels