Villes et Champs Genève

Hinter einer Weidenhecke führt ein Weg auf eine Lichtung. Was als unberührte Natur erscheint, ist ein Stück Brache am Stadtrand, entstanden aus einer immer wieder aufgefüllten Deponiegrube. Die Grundstückgrenzen sind mit Wildrosen und Weidensteckhölzern verdichtet. Wildkräuter locken Vögel und Schmetterlinge an, eine Bäckerei streut täglich altes Brot. Das Gezwitscher der Vögel überdeckt zeitweise das Rauschen der nahen Autobahn. Weidensteckhölzer bieten einer Sitzbank Schatten. Daneben steht eine Bücherkiste mit einer Auswahl an Gartenbüchern zum gleich lesen oder mitnehmen und zurücksenden. Die Bäckerei, eine Schulklasse, der Postbote und das nahe Altersheim erhalten je eine Digitalkamera, mit der sie täglich den Garten fotografieren und auf einen Blog stellen. Durch das Aufsuchen, durch das Lesen und durch das Fotografieren entsteht ein Prozess, der über den Ort hinausgeht. Neue Geschichten entstehen, die Identität nach Aussen und Innen stiften können. … Alltag …

Bauherr

Association «Genève, villes en cultures: Genève, Lancy, Onex, Confignon, Bernex»

Projektdaten

Wettbewerb 2013, 1. Preis
Fläche: 3'600 m²
Literaturwissenschaftlerin: Dr. phil. Barbara Piatti
Filmauthor (und Architekt): Marc Schwarz