Brown Boveri Platz Baden

In Ergänzung zu den dicht mit Bäumen bepflanzten Sitztrögen des Trafoplatzes wird der Brown-Boveri-Platz zur offenen, vielseitig nutzbaren Stadtbühne. Sitzstufen nehmen die Topografie auf und führen vom offenen Stadtplatz zur markanten Baumhalle. Die nordseitige "historische" Fassade des ehemaligen BBC-Gebäudes und das Trafogebäude bilden die Kulissen des Ensembles.

Was zu Beginn der Ära BBC ein Feld, ein Park, dann Arbeitergärten und schliesslich Lernwerkstatt und funktionaler Eingangsbereich des Weltkonzerns war, wird zum prägnanten Auftakt des neuen Stadtquartiers. Schon wenige Schritte vom Bahnhof her sichtbar, laden grosszügige Stufen zum Betreten der Platzfläche ein. Der Tiefgarageneingang an der Haselstrasse wird in die Stützmauer integriert, sein Dach wird zum Stadtbalkon, der das obere Niveau vor dem Speditionsgebäude mit dem Platzniveau verbindet.

Wie ein übergroßer Leitungsschacht, künstlerisch interpretiert und zu einer Bodenzeichnung transformiert, zeichnet eine rechteckige Intarsie die offene Platzfläche aus. Rohstahlprofile formen ein geometrisches Muster aus hellem und dunklem Asphalt, das durch die serielle Struktur ihrer Ornamente auf die standardisierte, maschinelle Produktion verweist. Für die Passanten entsteht im Vorbeigehen ein optisches Wechselspiel, bei dem je nach Blickwinkel die schachbrettartig angeordneten hellen und dunklen Flächen oder die Zickzacklinien in den Vordergrund rücken. Gerahmt wird die Bodenzeichnung durch die Wasserrinne und Sitzstufen aus hellem Granit.

Von ihrer Nebenrolle erlöst, wird die bemalte Stahlplastik des Künstlers Albert Siegenthaler zur Hauptdarstellerin, indem sie vom Rand des Platzes in die Achse Brown-Boveri-Strasse – Güterstrasse versetzt wird. Die bunte Skulptur an der Schnittstelle von Pop-Art und konkreter Kunst – seit ihrer Platzierung eng verbunden mit dem Ort - wird zum leuchtenden "Logo“.

Bauherr

Stadt Baden

Projektdaten

Wettbewerb 2011, 2. Preis

Kunst

Beat Zoderer