Gärten Museum Jacobs Zürich

Die beiden Gärten Seefeldquai 17 und Mainaustrasse 2 sind kurz hintereinander angelegt worden, sind aber in ihrem Ausdruck und jeweiligen Bezug zum Haus ganz unterschiedlich. Mit der Renovation der beiden Häuser, die mittlerweilen einer Besitzerin gehören, sollte die Beziehung zwischen den Häusern stärker hervorgehoben werden. Dennoch war es Ziel, die Eigenständigkeit der beiden ehemaligen Privatgärten zu erhalten. Nicht die räumliche Trennung sondern unterschiedliche Atmosphären charakterisieren die Gärten. Das ursprüngliche Wechselspiel von vertikalen Pappeln und ausladenden Buchen wurde wieder aufgegriffen.

Garten Seefeldquai 17
Der sonnige, offene Garten von 1913 weist die klassische Struktur grosser Villengärten am Zürichsee auf. Die Einfriedung und die markante Blutbuche bestehen seit der Entstehungszeit. Im Anschluss an den zentralen Salon liegt eine erhöhte Terrasse, welche die zentrale Achse der Villa aufgreift und den Blick auf den See inszeniert. Die Terrasse wird durch gelb-weisse Sonnenstauden gerahmt. Ein Kiesweg führt um das Haus und durch die Staudenbeete und Rasenflächen und weitet sich im Bereich der Blutbuche zu einem Sitzplatz auf. In den Stauden stehen asymmetrisch gepflanzte Goldregen.

Garten Mainaustrasse 2
Der etwas ältere Garten von 1908 besitzt einen eher schattigen, zurückgezogenen Charakter. Seine Wege werden mit einer Wildsteinpflästerung belegt und in polygonaler Formensprache ausgebildet. Die eindrückliche Hängebuche und die Einfriedung bestehen seit der Entstehung des Gartens. Intime Sitzplätze sind in Blumenbeete mit roten Farbnuancen eingebettet. Die seeseitige Fassade ist mit Kletterrosen berankt.

Bauherr

Jacobs Foundation

Projektdaten

Projekt 2011-2012
Ausführung 2012
Fläche 1'800 m²

Architektur

Miller & Maranta AG, Basel