Rheinuferpromenade Kleinbasel Basel

Die Strategie für die Rheinuferpromenade von Kleinbasel geht von den naturräumlichen Eigenschaften des Flusses aus. Das Rheinknie mit Gleithang und Prallhang bedingt ein über Jahrhunderte baulich geprägtes Ufer auf der Basler Uferseite. Zugleich eröffnet diese Dynamik den Spielraum für die Etablierung von Flachuferbereichen auf der Kleinbasler Seite. Ein durchgehender Kiesstrand ermöglicht auf der ganzen Länge der Promenade den Zugang zum Wasser und macht somit das grösste Potential, den Fluss, zugänglich.

Die Promenade selbst gliedert sich in drei Abschnitte, die mit den angrenzenden Stadträumen korrespondieren. Sie unterscheiden sich vor allem durch den Umgang im Bereich der Böschungen: Steinern aber mit Spontanbewuchs von der Dreirosenbrücke bis zum Kasernenareal, als grosszügige Freitreppe im Bereich der Altstadt und ab der Wettsteinbrücke bis Stachelrain wieder als bewachsenen Böschungsbereiche.

Entlang dem Schaffhauser Rheinweg wird die Promenade als zweireihige Allee ausgebildet und die bestehende Baumreihe um eine weitere Reihe ergänzt. Der heute beengte Bereich für Fussgänger wird deutlich erweitert. Das nötige Stadtmobiliar wird im Bereich zwischen den Bäumen unter gebracht, um den Bewegungsraum möglichst grosszügig zu halten.
Die grosszügigen Treppen im Bereich der drei „Rheinfenster“ (Römergasse, Burgweg, Fischerweg) führen mit Sitzstufen zum Kiesstrand am Böschungsfuss hinab. Der dort bestehende Bermenweg wird als Verbindung übernommen. Die im unteren Teil befestigten Böschungen werden der Spontanvegetation überlassen, die unbefestigten oberen Böschungsbereiche als ökologisch wertvolle Trocken- und Magerstandorte ausgebildet. Die Parkanlagen am Theodorgraben und am Stachelrain bilden den Auftakt und den Abschluss dieses Promenadenabschnitts. Der Theodorgraben erhält eine neue Buvette mit WC-Anlage. Auf dem Wasser befindet sich hier ein schwimmendes Holzdeck, welches als Fähranlegestelle, für die Wettkampfboote oder einfach zum Sonnenbad genutzt werden kann. Der Bereich am Stachelrain wird mit dem Ausbau des bestehenden Spielplatzes und der Integration der Buvette in diesem Bereich aufgewertet. Neu verbinden Stufen den höher liegenden Spielplatz mit der Promenade. Sie finden ihre Fortsetzung in einer grosszügigen Freitreppe am Wasser, die einen prächtigen Rundblick über den Rhein gewährt. Eine Badeplattform dehnt den kleinen Park gleichsam bis aufs Wasser aus.

Bauherr

Kanton Basel-Stadt
Bau- und Verkehrsdepartement

Projektdaten

Wettbewerb 2010, 1. Preis
Fläche 8,7 ha

Bauingenieur

Staubli Kurath und Partner AG

Fachplaner

Kontextplan AG, Bern