Privatgarten M. Herrliberg

Die Ausgangssituation für die Gartengestaltung der Villa M. ist auf der einen Seite ein reglementierter Privater Gestaltungsplan, welcher u.a. den Standort und die Höhe von Gehölzen vorschreibt und auf der anderen Seite der Anspruch der Bauherrschaft einen grosszügigen, modernen Garten als gleichwertige Umgebung zur Villa zu erhalten.
Die Villa mit Blick auf den Zürichsee besteht aus quadratischen und rechteckigen Körpern. Ein Innenhof mit Wasserbecken bildet das Zentrum des Hauses. Von hier aus entwickeln sich auf 3 Ebenen Terrassen und Durchsichten in den Aussenraum. Diese Formensprache wird erneut im Garten lesbar: rechteckigen Körper schieben und schmiegen sich um und an das Gebäude.

Im farblichen Kontrast zur hellen Fassade und den Sandsteinplätzen und –wegen stehen die strukturierenden Gartenkörper, welche das ganze Jahr über lesbar bleiben: Es sind immergrüne, geschnittene Eibenkörper, eine der Terrasse vorgelagerte Rasenfläche und die begrenzende, umlaufende Eibenhecke als Abschluss und Hintergrund im Garten.

Der grösste Kontrast zum strukturierten Gebäude ist eine üppige Gräserpflanzung, welche über die Hälfte der Gartenfläche gestaltet. Sie ist von überall aus dem Haus sichtbar und schafft Sichtschutz und Grosszügigkeit zugleich. In diese Gräserpflanzung sind schirmförmige Felsenbirnen – Amelanchier lamarckii - und Judasbäume – Cercis silliquastrum -eingestreut.

Im Präriegarten herrschen zwei Farbbilder vor: zum einen weisse, zartgelbe Gräser und Stauden und zum anderen purpur magentafarbene Gräser und Stauden. Dies entspricht den Vorlieben der Hausherrin für einen weissen Garten und denen des Hausherren nach intensiven, auffälligen Farbtönen. Diese zwei Farbgruppen bilden zwei Bänder die sich immer wieder weitend, vor und hinter einander durch den Garten schlängeln.

Bauherr

Privatbesitz

Projektdaten

Wettbewerb 2007, 1. Preis
Projekt 2008-2009
Ausführung 2009-2010
Fläche 1'300 m²

Architektur

huggen berger fries Architekten, Zürich