Bahnhofplatz St.Gallen

Mit der Einführung eines Durchflusssystems bei den Bussen erhöht sich die Kapazität an den Haltekanten und erlaubt eine Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Die kompakte Organisation des öffentlichen Verkehrs lässt die beengten Verhältnisse grosszügiger werden. Unterschiedliche Platzräume mit Warte- und Aufenthaltsbereichen werden durch die unterschiedlichen Bauten bestimmt. Die neue Ankunftshalle zwischen Bahnhofgebäude und Rathaus wird in ihrer Transluszenz von Helligkeit, Licht und Schwerelosigkeit bewusst in Kontrast zur Architektur der vorhandenen, schweren Platzbauten gestellt. Eine breite Fussgängerquerung führt zum Kornhausplatz, dem zentralen, baumüberstellten Begegnungsort. Beidseits der Querung werden die Haltekanten mit ihren hohen, lichtdurchfluteten Wartehallen angeordnet. Analog gestaltet sind die neuen Taxi- und Velo-Unterstände. Das Bahnhofpärkli im Osten bildet eine grüne Oase und ist Ausgangspunkt für die Allee entlang der Poststrasse, welche den ÖV und die Fussgänger am Grabenpärkli vorbei in die Innenstadt führt. Die Gutenbergstrasse wird zu einer Fussgängerzone umgebaut. Am nördlichen Ende der neuen Personenunterführung Ost entstanden zwei kleine Plätze als Zugangsorte zum Bahnhof.

Bauherr

Stadt St. Gallen

Projektdaten

Wettbewerb 2009, 1. Preis
Projekt 2010-2013
Volksentscheid 2013
Ausführung 2015 bis voraussichtlich 2018
Fläche 3 ha

Architektur

Giuliani Hönger Architekten AG, Zürich

Fachplaner

stadt raum verkehr, birchler+wicki, Verkehrsplaner Zürich
Dr.Lüchinger+Meyer Bauingenieur AG, Zürich
Grünenfelder+Lorenz AG, Bauingenieure St.Gallen