Kloster St. Karl Altdorf

Im Schutze hoher Natursteinmauern liegt das Kloster St. Karl als in sich geschlossene Einheit am südlichen Ortsrand von Altdorf. Durch die geplante Umnutzung des Klosters St. Karl entstehen neue Anforderungen an die Strukturierung des Aussenraumes. Mit einer grosszügigen Kiesfläche wird der klösterliche Gebäudekomplex freigespielt und seine Präsenz innerhalb der Anlage unterstrichen. Es entsteht eine Bewegungsebene, welche die ungezwungene Erschliessung sämtlicher Zugänge ermöglicht. Die zusätzlichen Parkplätze werden gleich den bestehenden mit Mauern eingefasst: das für die Anlage charakteristische Element des Vorhofes als Schleuse zwischen irdischer und sakraler Welt wird aufgegriffen. Sechs Linden spenden Schatten und verleihen dem Parkplatz die Impression eines grosszügigen Empfangszimmers. Der Gartenhof mit Kapelle und Kreuzweg bildet als Hortus conclusus den Kern der Klosteranlage, das dichte Gegenstück zur Weite der Wiese und zum Blick auf die umliegenden Berge. Im Kiesbelag liegen vier Pflanzquadrate, die das heutige Erscheinungsbild in ein ruhiges gärtnerisches Ensemble überführen. Hier gedeihen Nutz- und Heilpflanzen neben Zierstauden und schmücken die mit Quitten und Mispeln überstandenen Rabatten. Heckenriegel aus Duftblüte fassen die Pflanzkarrées ein. Den Abschluss des Gartenhofes bildet ein Baumkörper aus eschenblättriger Birne , unter deren feinlaubigem Blätterdach ein Sitzplatz ist. Mit einer kleinen Ahnung vom Paradies kann man den Blick über Obstwiese und Wasserbecken zu den Berggipfeln in der Ferne schweifen lassen.

Bauherr

Stiftungsrat Frauenkloster St. Karl

Projektdaten

Wettbewerb 2008, 1. Preis
Projektierung 2011
Realisierung 2012
Fläche 13`500 m²