Garten der Villa Bleuler Zürich

Viele der alten Villengärten sind heute parzelliert und überbaut. Wenige blieben erhalten. Die späthistoristische Gartenanlage von O. Fröbel und E. Mertens zur 1887 erbauten neutoskanischen Villa von Architekt A. Bluntschli sollte 1970 überbaut werden. Die Stadt Zürich hat Villa und Garten 1973 unter Schutz gestellt und 1983 gekauft. DasSchweizerische Institut für Kunstwissenschaften hat das Rasenrondell beim Haupteingang mit einer Bibliothek unterirdisch bebaut. Im wiederhergestellten Rasenrondell wurde mit einem linsenförmigen Oblicht die natürliche Belichtung des unterirdischen Leseraums ermöglicht, das den zentralen Ort sowohl von Innen als auch von Aussen als Teil der Komposition erlebbar werden lässt. Die Atmosphäre im Garten wird durch die Patina des Alters, dem Moos an den dicken Stämmen, der waldartigen Vegetation unter den grossen Bäumen oder der dicken, weichen Kiesschicht bestimmt. Mit der Sanierung wurden bewusst Spuren des Vergehens, eine Besonderheit des alten Gartens, erhalten. Die wieder bepflanzten Staudenrabatten spiegeln etwas von der Üppigkeit der gärtnerischen Aufwendungen im villennahen Bereich wieder. Der einfühlsame Villengärtner der Grün Stadt Zürich vermag den Garten in jenem Zustand zu halten, der uns glauben macht, die Natur würde das alles von alleine schaffen. Damit bleibt etwas von der Sehnsucht erlebbar, die ein Garten in uns zu wecken vermag.

Bauherr

Grün Stadt Zürich

Projektdaten

Parkpflegewerk 1986
Ausführung 1992-1993
Fläche 6'800 m²

Blumenrabatte

Nicole Newmark