Chance Seefeld Sarnen

Sarnen, sein See und die ihn umgebende Landschaft vereinen zwei Qualitäten. Die eine liegt in der Ursprünglichkeit und in der Ländlichkeit. Der malerische Kanon aus Bergen, Wald und See vereint alles, was eine urschweizerische Landschaft erwarten lässt. Diesem natürlichen Aspekt steht das „Kulturmoment“ gegenüber, der Nutzung der Landschaft durch den Menschen, die Prägung und Einflussnahme auf die Natur, die bis hin zu urbanen Ansätzen im Siedlungsraum führt. Das Kapuzinerkloster von Sarnen und die zahlreichen Kirchen sind Ausdruck einer kultivierten, historisch gewachsenen städtischen Kultur in ländlichem Umfeld. Im Anspruch an den neuen Park mit seiner hohen Nutzungsvielfalt, die vom neuen Hallenbad, über den grosszügigen Campingplatz, bis hin zu sportlichen Infrastrukturen reicht, liegt wohl das eindeutigste Anknüpfungsmoment an urbane Qualitäten. In der Verbindung beider Bedeutungsschichten liegt eine grosse Chance für den neuen Park. Mittels einer Strategie des Kontrastes kann die Heterogenität der vorgefundenen räumlichen Identität herausgearbeitet werden. Der vorhandene Reichtum an bestehenden Gegensätzen wird reorganisiert und zu einer eigenen Identität für den Park verdichtet. Im Park treffen modifizierte, urbane und bewusst natürliche Elemente aufeinander, die sich zu einem „urban-ländlichen“ Park mit prägnanten Raumbildern vereinen. Eine neue eigene Identität wird generiert, die aus den Potentialen des Kontrastes zwischen städtischen Bedürfnissen und ländlicher Sehnsucht eine Parklandschaft ableitet, die eine Landschaft des Übergangs bildet. Zwischen Stadt und Land, Berg und See!

Bauherr

Gemeinde Sarnen

Projektdaten

Wettbewerb 2006, 1. Preis
Projekt 2007
Fläche 2 ha

Architektur

Park Architekten, Zürich