Pestalozzi-Anlage Zürich

Die Pestalozzi-Anlage liegt im Herzen Zürichs an der geschäftigen Bahnhofstrasse und gehorcht einem wohltuenden Anachronismus. Während die Personen- und Warenströme immer schneller und reibungsloser fliessen und das globale Dorf auch an der Bahnhofstrasse immer kleiner wird, behält die winzige Wiese vor dem Globus ihre Ruhe und Würde in der Hektik des Alltags. Räumlich gesehen als Pause im Gefüge von Blockrandbebauungen, funktioniert sie auch für den Passanten unmittelbar als solche. Gelassen dasitzen und beobachten, plaudern oder lesen an einem der meistfrequentierten Orte Zürichs ist die herausragende Qualität der Pestalozzi-Anlage. Es soll das Kissen der Stadt zum ausruhen sein. Es unterstreicht die Künstlichkeit dieses Stadtraums, aber auch die Willenserklärung, diesen Fleck nie zu überbauen und zu kommerzialisieren. Das Kissen, gleichsam ein abstrakter Gartenraum und eine surrealistische Erscheinung in der Stadt, ist die Antwort auf das Bedürfnis des Passanten, einen Moment Inne zu halten und zu sich selbst zu finden. In sanften Wölbungen spannt sich die Rasenfläche zwischen den Gebäudefluchten auf. Die minimale Topografie lenkt den Blick und die Bewegung und bietet durch die unterschiedlichen Böschungsneigungen verschiedene Sitz-, Lager- und Liegepositionen. Das kompakte Geviert wird von einem lockeren Kranz aus Bäumen räumlich gefasst.

Bauherr

Stadt Zürich
Grün Stadt Zürich

Projektdaten

Wettbewerb 2007, 1. Preis
Fläche 6'000 m²

Architektur

huggen_berger architekten, Zürich

Lichtplanung

D’lite Lichtdesign Zürich