Blumen- und Feigengarten im Grossen Garten Hannover

Der im Zweiten Weltkrieg verwüstete Blumengarten diente ab den 1960er Jahren als Sommergastronomie. Für die Weltausstellung EXPO 2000 wurde der Blumengarten zu seiner ursprünglichen Bestimmung mit der ehemaligen Gliederung in drei Bereiche zurückgeführt. Den nördlichen Abschluss bildet das Arne Jakobson-Foyer, im Zentrum liegen emaillierende Blumenbeete im Kiesbelag, und zur Kaskade hin beschattet ein schachbrettartiges Lindenboskett die Sitzbänke auf der flächigen Weg-/ Platzstruktur mit einem Teppich weißblühender Bergenien.
Das räumlich-gärtnerische Gefüge ist von naiven Teppichmustern abgeleitet, die elementar und zugleich individuell sind. Statt aufwendiger Kunstbauten widmet sich der Entwurf ganz dem Werkstoff Pflanze. Die Anordnung und gärtnerische Umsetzung überraschen und verwirren. Das vielfältige Blütenmeer an der Sonne kontrastiert mit der verschachtelten Raumfigur der Lindenkuben.

Bauherr

Grünflächenamt Hannover

Projektdaten

Projekt 1996
Ausführung 1999
Fläche 6'500 m²

Blumenrabatte

Nicole Newmark