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sub: og-page_tit: Privatgarten M. og-page_des: Im Zentrum liegt der Pool mit seitlichen Sitz- und Grillplätzen bei einem Seerosenbecken. In den Rasen setzen wir einen hoch aufgeasteten Tulpenbaum. Gefasst wird der Garten mit Gräsern und Stauden. Drei niedere Eibenkissen bringen Ruhe in das bunte Treiben. og-page_kwd: Landschaftsarchitektur, Themen, og-page_url: https://www.hager-ag.ch/de/project/umx707_mud883_hsc568/ [open] og-page_img: https://www.hager-ag.ch/db_data/pro/umx707_mud883_hsc568/image01_web.jpg [open]
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Privatgarten M., Herrliberg

Ein stark reglementierter Privater Gestaltungsplan, welcher u.a. den Standort und die Höhe von Gehölzen vorschreibt, liegt konträr zum Anspruch der Bauherrschaft, einen grosszügigen, modernen Garten zur Villa zu erhalten.
Die Villa mit Blick auf den Zürichsee ist aus quadratischen und rechteckigen Körpern gefügt. Auf drei Ebenen entwickeln sich Terrassen und Durchsichten in den Aussenraum. Diese Formensprache haben wir im Garten weitergeführt: rechteckigen Körper schieben und schmiegen sich um und an das Gebäude.
Im farblichen Kontrast zur hellen Fassade und den Sandsteinbelägen stehen die strukturierenden Gartenkörper, welche das ganze Jahr über lesbar bleiben: immergrüne, geschnittene Eibenkörper, eine der Terrasse vorgelagerte Rasenfläche und die begrenzende, umlaufende Eibenhecke als Abschluss und Hintergrund im Garten.
Den grössten Kontrast zum strukturierten Gebäude bildet die üppige Gräserpflanzung, welche über die Hälfte der Gartenfläche einnimmt. Sie schafft Sichtschutz und Grosszügigkeit zugleich. In diese Gräserpflanzung sind schirmförmige Felsenbirnen (Amelanchier lamarckii) und Judasbäume (Cercis silliquastrum) eingestreut. Im Präriegarten herrschen zwei Farbbilder vor: zum einen weisse, zartgelbe Gräser und Stauden und zum anderen purpur magentafarbene Gräser und Stauden. Dies entspricht den Vorlieben der Hausherrin für einen weissen Garten und denen des Hausherrn nach intensiven, auffälligen Farbtönen. Diese zwei Farbgruppen bilden zwei Bänder, die sich ineinander verwoben durch den Garten ziehen.
Um die Grösse der dreigeschosssigen Villa mit dem Wohnzimmer im dritten Geschoss zu relativieren, haben wir einen bis zum dritten Obergeschoss aufgeasteten Tulpenbaum nahe an das Haus gepflanzt, den einzigen Ort, der vom Gestaltungsplan möglich war. Im Wohnzimmer hat man das Gefühl, in der Baumkrone zu sitzen, unter den Ästen gibt der Tulpenbaum die Aussicht frei auf den Zürichsee.

Bauherr
Privatbesitz
Projektdaten
Wettbewerb 2007, 1. Preis
Projektierung 2008-2009
Realisierung 2009-2010
Fläche 1'300 m²
Projektteam
huggen berger fries Architekten, Zürich

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