Gleisbogen Zürich
Die vorgeschlagene Strategie nimmt den Umbruchprozess des Planungsgebietes auf und entwickelt daraus eine Dynamik. Das Rückgrat bildet ein 5 bis 10 Meter breites Band, das über Ginkgobäume räumlich wirksam ist, das über einen roten Betonbelag als Fuss- und Radweg erlebbar und begehbar wird und das mit einer markanten Fussgängerbrücke ein neues Zeichen im Industriequartier setzt. Ein Baukastensystem mit Gestaltungsrichtlinien ermöglicht die zeitlich unabhängige Realisierung, bei einer individuellen Ausgestaltung und dennoch einheitlichen Handschrift: Der eigentliche Gleisbogen ist als Basic-Kit mit den Ginkgos und den roten Platten im Schotterbeet fixiert. Das Action-Tool behandelt kurz- bis mittelfristig angelegte, eher provisorische Freiräume. Sie sind räumlich und nutzungsbezogen offen. Das Park-Tool definiert eher den klassischen Park- und Platztyp, der auf einen längeren Zeitraum hin angelegt ist, der raumbildend wirkt und nutzungsdefiniert ist. Die Verteilung der beiden Tools hängt von der momentanen Verfügbarkeit der Parzellen ab, von den Ansprüchen der Grundeigentümer und von den Bedürfnissen der Stadt. Die Elemente des Basic-Kit-Platten, Ginkgos, Kandelaber oder Bänke - werden in den Tools aufgestellt und bei der zeitlich gestaffelten Realisierung abgeholt. Die 'Regale' verbleiben als Spur oder Intarsie.
Bauherr
Grün Stadt Zürich
Projektdaten
Wettbewerb 2003, 1. Preis
Ausführung 2010-2012
Fläche 2 ha
Architektur
huggen berger fries Architekten Zürich
Lichtplanung
Vogt & Partner Lichtplanung Winterthur
Kunst
Beat Zoderer Wettingen

