Neue Rheinuferpromenade St.Johann Basel
Der Entwurf greift zentrale Aspekte des zukünftigen Novartis Campus Park auf und entwickelt sie weiter. Die geschwungene Linienführung und die terrassierte Topografie werden aus dem Park heraus entwickelt und verweben die beiden Sphären des Parks und der Rheinpromenade miteinander. Durch die Terrassierung und die Integration von Rampen und Treppen gliedern sich die Mauern in verschiedene Horizonte, die voneinander übergehen, verschmelzen, sich wieder lösen und sich ihren Weg scheinbar zufällig suchen. In Anlehnung an die Strömungslehre entstehen Turbulenzen, wo Hindernisse und Gebäude sehr nahe an die Mauern heranstossen und diese in ihrem ruhigen Fluss stören und bedrängen. Die Trockenmauern, Plattenbeläge mit eingeschlämmten Fugen und die chaussierten Flächen ermöglichen einen ökologischen Umgang mit dem Regenwasser und bilden Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Der spontane Bewuchs mit Gräsern, Kräutern, Farnen und Moosen führt zu einer sukzessiven Besiedlung der Anlage. Die Mauern verwandeln sich langsam in einen hängenden Garten. Der Wert und die Bedeutung steigen mit fortschreitendem Alter, wenn sich ökologische Nischen etabliert und sich Lebensgemeinschaften aufeinander abgestimmt haben. Einzelne Weiden begleiten die Uferpromenade. Sie bezeichnen Orte zum Verweilen und legen einen vegetabilen Schleier vor den Stützmauern.
Bauherr
Novartis Pharma AG
Kanton Basel-Stadt
Projektdaten
Wettbewerb 2007 1. Preis
Projekt 2010
Ausführung 2011-2013
Fläche 13'000 m²
Architektur
Durrer Linggi Architekten Zürich
Bauingenieur
Roggensinger AG Volketswil
Fachplaner
Staubli Kurath Partner AG Zürich

